"Die Wölfe in den Wänden" – Gruselfantasien erwachen

Neil Gaimann/Dave McKean
2005, Carlsen
Diese ganz besondere, fantastische Geschichte kann Kindern und Erwachsenen das Gruseln beibringen! Ungewöhnliche Illustrationen in zwei gänzlich unterschiedlichen Stilen zeigen Fantasiebilder als real und die Wirklichkeit als Puppenspiel. Lucy geht durchs Haus und hört Geräusche in den Wänden. Sie weiß, wer diese Geräusche macht. Es sind Wölfe in den Wänden. Niemand nimmt sie ernst, obwohl alle außer ihr den Spruch kennen: „Wenn die Wölfe aus den Wänden kommen, ist alles vorbei.“ Panik erfasst die Bewohner des Hauses als die Wölfe tatsächlich in der Nacht kommen. Sie rennen hinaus in den hintersten Winkel des Gartens und wissen, dass im hell erleuchteten Haus die Wölfe tanzen. Entwurzelt, hilflos und kleinmütig macht die Familie Pläne, wohin sie jetzt fliehen soll: an den nördlichen Polarkreis, in die Sahara oder ins Weltall? Lucy will nichts von allem. Sie will in ihr Haus. Mutig macht Lucy sich auf und schleicht durch die Wände zurück. Sie ermutigt ihre Familie, sich nun in den Wänden ihres Hauses einzurichten. Von dort aus bedrohen die Menschen nun ihrerseits die Wölfe, die fluchtartig das Haus verlassen. Denn auch bei den Wölfen gibt es den Spruch: „Wenn die Menschen aus den Wänden kommen ist alles vorbei.“ Diese bizarre Gruselgeschichte kann man in ihrer Bedeutung nicht ganz auflösen. Doch Gruseln ist schön! Die puppenartigen Figuren spielen hier ein Stück des behüteten Alltags. Mitten hinein brechen die Wölfe, die unglaublich lebendig und gefährlich gezeichnet sind. Sie zerstören, rütteln auf und bedrohen die Existenz, aber nur solange, bis sie selbst zu den Verfolgten werden. Jetzt ist alles wieder wie es früher war. Bis zum nächsten Mal. Lucy weiß, welche Gefahr demnächst aus den Wänden droht. Zu empfehlen für Leser/-innen der Klasse 3. sim










